Schon seit einigen Jahren sprechen wir in der Karate-Abteilung davon, dass wir unbedingt einen neuen Schrank für unsere Trainingsgeräte brauchen. Hütchen, Stäbe, Bälle, Stöcke, Koordinationsleitern, Pratzen und Boxsack waren seither an unterschiedlichen Stellen untergebracht und konnten deshalb im Training oft nicht spontan eingesetzt werden. Immer wieder wurde die Anschaffung eines Schrankes verschoben – aus Platzgründen und auch aus finanziellen Gründen.
Doch dank der Unterstützung durch die Winterbacher Bank Stiftung ist das jetzt anders!
Am 4.März 2022 war es wieder so weit. Die Turnabteilung des VfL Winterbach verwandelte die Salierhalle zu einer Erlebnislandschaft für Jung und Alt.
Bereits zum zweiten Mal hat die Turnabteilung Familien zu einem Tobetag in der Salierhalle eingeladen. Dabei wurden zahlreiche Geräte aufgebaut und miteinander kombiniert, um einen großen Indoor-Spielplatz zu schaffen. So waren Angebote und Schwierigkeitsgrade für jedes Alter vorhanden. Ob die große Aitrack-Rutsche, welche erst erklommen werden musste oder der riesige Barfußpfad der zum Teil ganz schön wackelig war, die großen und kleinen Trampoline, die zahlreichen Kletter-, Schwing- und Schaukelmöglichkeiten oder auch die vielen, vielen Tücher und Schaumstoffklötze mit denen man großartige Höhlen, Häuser und Türme bauen konnte. Die Kinder haben alle Stationen im Sturm erobert und sich gemeinsam mit ihren Familien mit voller Freude ausgetobt. In fünf Schichten à zwei Stunden konnten wir insgesamt 200 Teilnehmer’innen begrüßen.
Wir bedanken uns bei allen Helfern, die diesen Tag möglich gemacht haben und freuen uns schon auf den nächsten Tobetag!
Eigentlich habe ich schon immer Sport gemacht, und zwar jede Art. Ich war in jedem Schulsportverein: Basketball, Volleyball, was es eben gab. Nur nicht Tischtennis. Ich erinnere mich gar nicht mehr, warum ich dann in Großheppach zum Tischtennis in den Verein gegangen bin: Niemand hat mich mitgenommen, ich kannte da keinen. Ich bin einfach hingegangen und hab‘s probiert. Wir haben immer in einer alten Festhalle trainiert, im Grunde eine riesige Scheune mit Bühne. Mädels waren wir nur drei, aber es hat einfach immer Spaß gemacht.
Zum VfL kam ich, weil ich mit meiner Familie 1990 nach Winterbach gezogen bin. Da hat mich die Rosi Schäftner angerufen, damalige Abteilungsleiterin: Ob ich mir einen Wechsel nach Winterbach vorstellen könnte. Da bin ich ganz pragmatisch gewesen: Die Halle ist zehn Minuten vom Haus entfernt und meine Kinder waren schon im VfL. Irgendwann in den Neunzigern hab ich dann angefangen, den Nachwuchs zu trainieren – bei den Anfängern dann auch eine Weile meine eigenen Kinder, bis die zu groß wurden. Das hab ich jahrelang gemacht, dafür meinen Trainerschein gemacht, hab mir ständig neue Übungen ausgedacht, bin mit den Kindern zu Auswärtsspielen gefahren. Bis ich gemerkt habe, dass es mir zu viel wird, ständig von mittags um 2 bis abends um 10 in der Halle zu stehen. Also, nicht jeden Tag, aber an den Extrem-Samstagen habe ich mittags mehrere Nachwuchsmannschaften betreut und abends dann noch selbst gespielt. Das ging irgendwann nicht mehr.
Aber ich hab mich natürlich weiterhin eingebracht, das gehört ja dazu und ich mach das gerne. Seit mehr als 20 Jahren bin ich Wirtschaftsführerin, mache also bei VfL-Veranstaltungen zusammen mit Barbara Beutel und Annemarie Braun die Küche und Bewirtung. Jugendbezirksmeisterschaften, Seniorenbezirksmeisterschaften, alles, was so ansteht.
Mein eigener sportlicher größter Erfolg ist, puh, zehn, 15 Jahre her: die Silbermedaille bei den deutschen Meisterschaften im Doppel in meiner Spielklasse. Das war schon besonders! Aber im Grunde spiele ich einfach noch für mich und weil es schön ist, das mit anderen zusammen zu machen. Mittlerweile spiele ich im Mannschaftsspielbetrieb bei den Herren mit. Diese für Bezirksspielklassen eingeführte Regelung für gemischtgeschlechtliche Mannschaften finde ich gut. Ich will einfach Sport machen. So lange, wie es mir Spaß macht, ich mich noch bewegen kann – und sich jemand findet, der mit mir spielt
10 Jahre lang war Thomas Appenzeller neben dem jeweiligen Trainer der wichtigste Mann in der Karate-Abteilung des VfL Winterbach. Jetzt wurde er in den „Ruhestand“ verabschiedet und wir wollen die Gelegenheit nutzen, auch an dieser Stelle nochmal DANKE zu sagen.
Schon die Gründung der Karate-Abteilung im Jahr 2013 wäre ohne die Initiative von Thomas Appenzeller nur schwer möglich gewesen. Von Beginn an war er zunächst als stellvertretender Abteilungsleiter, dann als Abteilungsleiter das „Gesicht“ der Abteilung bei allen Hauptausschusssitzungen des VfL. In all den Jahren hat er sich um die Belange der Abteilung gekümmert, unzählige Weihnachtsfeiern und vor allem tolle Zeltlager organisiert, die allen, die dabei waren, sicher in bester Erinnerung bleiben werden.
Bei der Abteilungsversammlung am vergangenen Donnerstag wurde Thomas Appenzeller nun mit einem kleinen Geschenk in den Abteilungs-Ruhestand verabschiedet. Die Leitung der Abteilung ging gleichzeitig – wie in den meisten Karate-Dojos üblich – an den „Sensei“ über: Trainier Bernd Burkart wurde einstimmig zum Nachfolger von Thomas Appenzeller gewählt.
Dem VfL wird Thomas Appenzeller sicher in der einen oder anderen Funktion erhalten bleiben – schließlich sind alle drei Appenzeller-Sprösslinge im Verein aktiv. Deshalb sagen wir zuversichtlich: „Alles Gute, Thomas, vielen Dank für alles und – man sieht sich!“